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Von Heil-Müdigkeit + wie du sie überkommst.

Aktualisiert: 6. Aug. 2023

Ich erinnere mich noch so gut daran als in meinem 27. Lebensjahr die Erkenntnis in mir landete: Mein Leben hat mit mir zu tun!

Statt mich hauptsächlich im Außen zu orientieren, was dort gesagt wird

'Wie man was macht’. 'Ob etwas geht oder nicht’. 'Wer ich sein kann, wer nicht.’

'Was heilbar ist und was nicht.’


Stattdessen:

Nach Innen zu schauen, zu lauschen.

Nach oben, nach unten, in die unsichtbaren Gefilde.


Seitdem ich, wie Alice im Wunderland in die Hasengrube gesprungen bin, entdecke ich mehr und mehr von mir Selbst. Meinem Mensch Sein. Meinem nicht irdisch Sein.

Schicht um Schicht.

Schleier um Schleier lüftet sich.

Und bisher ist noch kein Ende in Sicht im Endecken von der Größe, Komplexität und dem Wunder des Lebens von dem wir Teil sind.

Da du das hier liest bist du auf einer ganz ähnlichen Reise, deiner 'Helden-Reise’ wie es von Joseph Campbell genannt wird. Und, weil diese Reise ein Archetyp ist, was meint es gibt auf ihr universelle, also Allgemeingültige Stationen, ist deine Reise hoch individuell und gleichzeitig folgt sie einem Ablauf.


Lass uns über einen Aspekt der Reise sprechen, der dir sehr wahrscheinlich schon begegnet ist:


Der Held, die Heldin ist MÜDE.


Die Anfangseuphorie ist vorbei, du hattest erste Erfolge, Fortschritte, Heilungen, Wunder auf deiner Heilreise. Begeistert hast du gelernt, gelesen, Zeit, Geld investiert: Du wolltest mehr. Die Motivation des Fortschritts verlieh dir Flügel.

Doch dan: Verebbte es.

Enttäuschungen - mussten geschehen. Deine Erwartungen wie schnell es geht, wieviel es von dir abverlangt entsprechen nicht der Realität. Du erkennst: Ich habe keine Ahnung!

Und die Täuschung: Kontrollieren oder vorherzusehen wann es vollbracht ist - ist aufgeflogen.

Das Ego hat den nötigen Dämpfer bekommen, was dem höheren Selbst erlaubt, einen Millimeter mehr Raum einzunehmen (und dieser Millimeter ist enorm!).

Tugenden wie Demut und Hingabe und Akzeptanz und um Hilfe beten, finden Raum.


Und du, als Held*Heldin machst weiter. Mal fällt es leichter, mal schwerer - das ganz normale Leben eben. Die Erfolge werden schwerer und schwerer auszumachen. Kein verlockender Kick, kein Heilungshigh, dass dich bei der Stange hält.


Jetzt, in diesem neuen Kapitel geht es darum aus sich selbst heraus,

die wahre Motivation, wirken zu lassen. Statt aus dem Ego und seinem Zeitplan und seinen Glaubensmustern, den eigenen inneren Rhythmus kennen- und wirken lassen lernen.





Je mehr die ursächliche Kraft in dir (auch Seele, Essenz, Spirit, höheres Selbst genannt) Raum bekommt und das Ego Platz macht (was es nicht immer kampflos tut, wie du leicht erkennen kannst, wenn du Gedanken nährst, die dich ungeduldig, hart, fordernd machen),

desto mehr bist du im Hier und Jetzt. Im Neuen, Unbekannten. Geführt durch inneres Wissen, statt durch Gedanken Impulse, die sich als heiße Luft entpuppen.


Und wie passt die Müdigkeit da hinein?


Nehmen wir das Bild eines Eisens das geschmiedet wird.


Du bist der Schmied und das Eisen zugleich.

Der Schmied ist dein ursächliches Selbst - das Eisen ist deine Form, dein Ego, dein Sein in der materiellen, physischen Welt.

Du als Schmied weißt was in der Form, dem Eisen, als das du dich gerade erlebst, für ein Potential, für Möglichkeiten stecken. Das Eisen weiß das nicht. Es hat sein eigenes Bewusstsein geschenkt bekommen, einen eigenen freien Willen. Und in seinem Erlebnisrahmen eine sehr begrenzte Sichtweise. Du als Schmied formst und hämmerst und schmiedest liebevoll an dem Eisen, damit es das sein kann was es ist. Doch das Eisen wehrt und wehrt sich. Will unbedingt in eine andere Form. Ist so fokussiert auf seine 3 D Welt, das es deine sanften, klaren Schmiedereien boykottiert und rückgängig macht wo es nur kann.



Du, als Schmied weißt das. So ist das Spiel. Du weißt auch, dass dein freier Wille, den des Ego’s*des Eisens überschreibt. Ganz nach dem Prinzip 'Steter Tropfen höhlt den Stein’ - schmiedest du weiter an dem Eisen.

Bis es müde und damit bereitwilliger wird.

Müder und weniger Widerstand leistet.

Müder und müder mit immer weniger Energie sich streubt.


Aus Ego Sicht bringt Nichts Etwas, alles was es versucht scheitert, hält es an Ort und Stelle, es geht nicht voran. Verzweifelt dreht es sich im Kreis und findet keinen Ausweg. Verpulvert seine Energie und wird müder und müder.


Aus Essenz Sicht ist das ein nötiger Prozess.



Es könnte leichter für das Ego gehen, wenn es mitmachen würde. Aber es ist wie es ist und, wenn es sich verausgaben muss, dann ist das so.


Du siehst?


Müdigkeit und wie du sie bewertest ist eine Frage der Perspektive.


Und du kannst jederzeit in deine höhere - als Schmied*in switchen.


Und darin ist dann auch schon die Antwort auf die Frage beinhaltet:

Wie kann ich weniger müde sein?

Vielleicht gilt es eine andere Frage zu stellen: Was möchte durch mich geboren werden? Was sehe ich als Schmied*in für mich als Eisen? Wie kann ich mehr auf mich, meine Essenz hören?

Und auf einmal öffnet sich ein neuer Erfahrungsraum, wo du ein tiefes, weites Stück mehr deiner Selbst entdecken wirst.



Mit ganz viel Liebe zu dir!

Carolin

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