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... nur eine Entscheidung entfernt.

19 Dec 2019

Erinnerst du dich noch an Zeiten, wo du morgens aufgewacht bist und in guter Stimmung warst? 
Einfach so. 

 

Ohne extra etwas dafür tun zu müssen, keine ‘Cold Therapy’ (eiskalt duschen oder besser noch in einen See im Winter hüpfen), kein Intervallfasten, keine spezial Ernährung. Es ging einem gut ohne zu meditieren, ohne Trampolin springen, und ja, auch ohne Yoga. 

Es war das Natürlichste auf der Welt. Es musste schon im Außen was passieren, was die Stimmung trübte.

 

Und heute? Heute scheint es ein Riesenaufwand zu sein sich gut zu fühlen. Und ich meine gut. Nicht okay. Nicht neutral. Sondern gut. Gut mit sich, den Menschen um einen herum, dem eigenen Leben. 
Was ist passiert? Wohin sind die ‘Ich wache morgens auf und fühle mich gut’ Tage gegangen? Ist es normal, dass mit der Pubertät die Hormone das Ruder in die Hand nehmen und wir ab dann immer mehr in der schlecht gelaunten Welt der Erwachsenen versinken? (“Warum sind alle großen Leute so schlecht gelaunt?”- fragte kürzlich der kleine Sohn eines Freundes.)

 

 

 

Und es geht offenbar nicht nur mir und Dir so, eine große Menschenmenge weltweit fragt sich: Wie kann man das wieder ändern? Wie geht es wieder da hin?

 

Eine stetig wachsende, riesige Selbsthilfe-Industrie nimmt sich unserer an: Bis 2022 werden Einnahmen von 22 Milliarden erwartet. In online Kursen, Podcasts, Coaches aller Colour - von allen Dächern ruft es: Vernetz dich, tu dies - tu das, das nicht: Und dann wird alles gut.

Und wie wohl immer, wenn etwas boomt und trendy wird gibt es allerlei Interessantes zu beobachten. Der gesunde Menschenverstand schüttelt erstaunt den Kopf, wenn es heißt in 5 (oder 3 oder 7) Schritten wird man glücklich, erfüllt, erfolgreich. Selten stammen solche Tipps von Menschen, die es wohl wirklich sind und leben. 

 

Und doch ist es ohne Frage großartig in dieser Zeit zu leben, denn die Gesellschaft erwacht und versteht, dass wir an unserem Zustand selbst etwas ändern können. Dass wir keine Opfer sind unserer Herkunft, unserer Eltern, unserer sozialen Schicht. Besonders nicht in diesen Friedens-Zeiten wo es uns das 1. Mal möglich ist uns dem zu widmen, was sonst unnütz war: Sich gut zu fühlen. Denn wir müssen nicht ums Überleben kämpfen, in Kriege ziehen, Länder wieder aufbauen. Vielleicht ist das auch mit ein Grund warum Frauen so stark vertreten sind in dieser Welt der Selbstentfaltung. Unsere Mütter und Großmütter waren mit Haus und Kindern beschäftigt und hatten kaum die Chance sich zu fragen: Wer bin ich? Wer möchte ich sein? 

 

Wir lernen wie man das eigene Leben verändert, saugen Info’s, Techniken und Tools auf, um uns gut zu fühlen. Und dann scheint es so, als ob das Suchen die Überhand nimmt und das Finden dabei übersehen wird. Wie hypnotisiert suchen und suchen wir nach der Antwort, dem ultimativen Tipp (Trick), wie die Suche nach dem heiligen Gral.

 

Eine meiner Freundinnen ist, seit ich sie kenne in eher beschwertem Gemütszustand. Sie reflektiert über sich und das Leben und wir tauschen uns seit Jahren rege aus auf unserem Erkenntnisweg. Kürzlich unterhielten wir uns über das ‘normale’ betrübt sein, dass keine äußeren Anlässe benötigt. Und sie schaut mich nachdenklich an und erzählt von ihrem Geburtstag. An den Tagen davor hatte sie mit sich und den inneren dunklen Wolken gekämpft. Sich stetig und diszipliniert bemüht in einen Gut-Zustand zu kommen. Mit mäßigem Erfolg. Und dann kam ihr Geburtstag, der ihr ziemlich egal war. Sie hatte nichts Besonderes geplant oder vor. Ein ganz normaler Arbeitstag. Doch dann an ihrem Geburtstag wachte sie morgen auf. Und ihr erster Gedanke war: Heute ist mein Geburtstag. Und sie musste lächeln und einfach so freute sie sich auf den Tag. Einfach so war sie gut gelaunt. Kein Morgenritual war nötig, um ihre Stimmung zu verbessern.

 

 

 

"Was hast du anders gemacht?" Frage ich sie. Und sie sieht mich an: “Na, es ist doch mein Geburtstag. Und am Geburtstag geht es mir gut. Egal, was ist.”

 

Wir lauschen der Antwort und sie klingt in uns nach.

“Hmm”, sagt sie, "und bald ist Weihnachten, da wird es wohl ähnlich sein. An Weihnachten ist einfach alles schön.”

“Und auf griechischen Inseln”, schmunzle ich. “Und überhaupt, wenn man etwas Schönes vorhat.” Ergänzt sie. 

 

Hmmmmm, und so scheint es sehr eine eigene Entscheidung zu sein. Zu entscheiden, dass es einem gut geht. Und Punkt.

 

Die Anlässe darf man selbst aussuchen (denn sicherlich ist auch für manch einen Geburtstag, Weihnachten und Neujahr kein “Ich fühl mich gut” Tag, sondern ganz das Gegenteil.)

 

Den Rest des Nachmittages verbrachten wir damit uns Anlässe zu erzählen, an denen es einem ganz von alleine gut geht. Oder was wir zu solchen Anlässen machen könnten 🎉 .

Und allein das hat uns gut fühlen lassen. Einfach so.

 

 

 

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