• Carolin Ehlers

Am falschen Thema arbeiten.

Sie*Er hat schon viele Sitzungen zu dem Thema genommen, doch leider bisher ohne Erfolg.

Frust, Ärger - warum bin ich so eine harte Nuss?!


Sie*Er probiert es noch mal und sitzt vor mir.


Wir starten mit der Sitzung und es ist schnell klar:

Ihr Problem ist gar nicht ihr Problem.



Lass’ es uns konkret machen an einem Beispiel.


Ein wiederkehrender Wunsch in Sitzungen ist:

Besser wahrnehmen zu können. Hell-sinniger zu sein.

Mehr Intuition und damit mehr Schöpfungsantworten zu erhalten.

Großartiges Thema!


Sie - lass sie uns Kathy nennen - meint eine schwache Intuition zu haben.

Doch während ich sie lese sehe ich, dass sie sehr wohl eine ausgeprägte Intuition hat.

Eine hervorragende sogar.


Als ich ihr das sage, wundert sie sich und beschreibt, dass aber ihre Heiler + ‘Spiri(tuellen)’ - Freunde ganz anders wahrnehmen. Mit Bildern und vielen Info’s und allem Pipapo.

Und ihre Intuition antwortet simple - wortkarg. Ist meistens still.



Während ich mir weiter die Situation anschaue sehe ich, dass ihr Freunde sehr ängstlich und unsicher sind und demzufolge von ihrer inneren Führung eine genaue Schritte Anleitung erhalten: Tu’ dies, tu' das.


Bei Kathy ist es nicht so, weil Kathy sehr, sehr flexibel ist. Sie hat keine festen Raster, das Leben muss sich nicht ihr anpassen, sondern sie passt sich dem Lebensfluss an.


Ihre Intuition braucht ihr somit keine genauen Info’s zu geben, weil sie es eben nicht braucht.


Riesige Erleichterung. Denn sie spürt, dass das genau so ist.

Wie eine Tonne fällt ab, die Idee: "Mit mir stimmt was nicht. Ich müsste es doch so wie die anderen erfahren."


So oft tappen wir in diese Gedanken-Falle.


Kathy hatte sich seit Monaten gequält und versucht aus sich etwas zu machen, was sie nicht ist. Denn in Wahrheit ist sie so wie sie ist: Wundervoll.

Mit ihrer Intuition alles genau wie es sein soll.

Das Thema, an dem wir dann gearbeitet haben war:

Warum meine ich die anderen sind besser? Wissen es besser? Warum will ich so sein wie sie und nicht ich sein?


Da sind wir tief getaucht.

Denn da gab es so manches Missverständnis und Irrglauben.



Jetzt zu dir.

Was heißt das für dich?

Woher weißt du, ob du am falschen Thema arbeitest?

Ein Hauptindiz ist: Es bewegt sich einfach nicht. Egal, was du machst das Thema bleibt.


Du bist selbst Sitzungsgeber:

Dann kann ich mit dir teilen wie wir vorgehen.

Wir hören der Person sehr genau zu. Auf die Frage, wie wir helfen können?

Antwortet die Person und teilt uns das Problem mit und vielleicht auch warum sie meint, dass es da ist.

Wenn wir unsere Augen schließen, beten wir: "Okay, jetzt habe ich ihre*seine Sicht gehört - das wäre meine Meinung dazu. Und jetzt möchte ich wahrnehmen was hier wirklich vor sich geht.”


Wenn du mit dir selbst arbeitest kannst du ähnlich vorgehen:

Du kannst die Augen schließen, dich nach innen wenden, verbinden (mit wie immer du das Göttliche nennst) und in Gedanken beten: "Das ist meine Meinung zu dem Thema/Problem. Jetzt möchte ich die Wahrheit erkennen.”


Oder du schreibst es dir auf. Du schreibst dir erst deine Gedanken zu dem Problem auf. Und dann nimmst du dir ein neues Blatt Papier und schreibst dir auf was wirklich vor sich geht.

Ganz viel freudvolle Erkenntnis dabei!

Auf, dass keine Lebenszeit mehr verbracht wird mit sich Themen zu widmen, die einem gar nicht gehören. Denn, wenn wir an echten Themen arbeiten, erleben wir Erleichterung, Befreiung und Fortschritt. Das ist doch für was wir alle gehen.

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