• Carolin Ehlers

Coach oder Heiler*in?

Es sind besondere Zeiten in denen wir leben.

Ich erinnere mich an eine Aussage aus einem Buch, das ich vor vielen Jahren gelesen hatte, in dem Kryon - ein Wesen aus anderen Sphären gechannelt wurde und ungefähr folgendes sagte:

“Es wird in naher Zukunft eine Zeit kommen in der die Menschen weiter erwachen und sie Berufe ausüben werden für die es noch keine Namen gibt.”



Daran denke ich immer wieder, wenn mir das bunte Wort - Wirrwarr begegnet, in dem Begriffe und Bezeichnungen angewandt werden.


Heute gibt es nicht mehr nur Psychologen und Seelsorger, die sich der menschlichen Psyche und Innenwelt widmen. Und Psychologe nennt sich nur wer das studiert hat, denn es ist eine geschützte Berufsbezeichnung mit der ein Studium Abschluss einhergeht.



Skeptiker meinen (zurecht?), dass sich heute jeder der einen xy Kurs besucht hat mit einem ganz dem eigenen Gusto entsprechenden Titel bekleiden kann.


Man kann einfach deklarieren: "Ich bin Mental- oder Mindset Coach, Medium, Heiler, Energiearbeiter, Lichtarbeiter, Energy Consultant, Therapeut, spiritueller Lehrer, Berater, spiritueller Ratgeber etc. pp."


Und da die Berufsbezeichnung unklar also nicht genau definiert (und nicht geschützt) ist, und keinen Standards entsprechen muss gehen damit menschlicher Weise auch enorme Qualitätsunterschiede einher.


Freiheit hat wie alles 2 Seiten. Wie befreiend ist es, dass wir unsere eigene Berufsbezeichnung finden können und es nicht mehr nur staatlich vorgegebene Schubladen dafür gibt?

Was für Möglichkeiten und Chancen für Wachstum und Vielfalt.


Die andere Seite, nun, die wird von Vertretern mit ‘Viel heißer Luft + nichts dahinter’ abgedeckt. Manchmal sogar der gefährlichen Art, wenn durch den professionellen Dünkel Macht missbraucht wird. Der Hilfesuchende glaubt, dass der Heiler (oder Coach oder wie auch immer man sich nennt) mehr weiß als man selbst und glaubt, was gesagt wird.



Immer wieder sprechen wir mit verzweifelten Hilfesuchenden, denen von sogenannten Professionellen absurdeste Dinge gesagt wurden in Bezug auf ihr Problem.

Das Problem hat sich dadurch nicht verändert, sondern oben drauf fühlt sich die Person als schwierigen Fall, dem man nicht helfen kann.


Wo viel Licht ist ist auch viel Schatten. Sich der eigenen Verantwortung in der Heil-Verabredung bewusst zu sein sollte selbstverständlich sein. Ist es aber nicht.

Wie immer gibt es den gesamten Regenbogen an Farben.






Wörter sind mächtig.

Wörter möchten uns helfen Inhalte zu definieren und dadurch klar mit anderen zu kommunizieren.

Wir sind mitten drin in diesem Prozess. Offensichtlich.


Eine Berufsbezeichnung möchte ausdrücken was man macht.

Ein Maler malt.

Ein Autor schreibt.

Ein Mechaniker repariert.

Ein Bäcker backt.


Und ein Heiler. Heilt.

Hmmm. Wirklich?




Ich habe mich ein bisschen umgeschaut und Definitionen, die die Berufsbezeichnung

Coach und Heiler (aus meiner Sicht) gut umschreiben.






Was ist der Unterschied zwischen heilen und coachen?

Zwischen Heiler*in sein und Coach sein?



Zur Begriffsklärung:

(Quelle, aus dem Wörterbuch.)


"Der Begriff Coaching wird als Sammelbegriff für unterschiedliche Beratungsmethoden verwendet. Im Unterschied zur klassischen Beratung werden keine direkten Lösungsvorschläge durch den Coach geliefert, sondern die Entwicklung eigener Lösungen wird begleitet.


  1. Jemand, der Sportler oder eine Sportmannschaft, auch Manager, Künstler u. a. trainiert, betreut.

  2. Jemand, der (anhand von wissenschaftlich begründeten Methoden) einen Klienten berät und betreut, um dessen berufliches Potenzial zu fördern und weiterzuentwickeln."


"Geistheilung

auch: geistiges Heilen, paranormale Heilung; englisch: spiritual healing

ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher alternativmedizinischer, esoterischer, religiöser oder magischer Behandlungsmethoden, bei denen ein geistiger bzw. religiöser oder psychischer Einfluss heilende Wirkung auf den Hilfesuchenden oder Kranken haben soll und die sich nicht in die wissenschaftliche Medizin oder die klassische Psychotherapie einordnen lassen."




Eine Begriffsklärung von Hiro Miyazaki, der japanische Geschäftsmann, der das ThetaHealing Seminar 'Game of Life' entwickelt hat und als Coach und Heiler arbeitet:




"Coaching = Die dabei bewusst gewordenen Themen (Glaubensmuster und Gefühle) verändern sich dadurch nicht. Sie werden nicht explizit geheilt. Durch eine Erkenntnis kann ein neuer Verhaltensweg gewählt werden.


In einer Heilsitzung geht man über die kognitive Verstandesebene hinaus und wendet sich direkt an die Tiefe des Unbewussten. Die Blockaden, die aufkommen werden durch bestimmte energetische Prozesse geheilt und verändert."



Coachen wie heilen, beides zielt darauf ab einer Hilfe suchenden Person bestmöglich zu helfen. Die Ansätze und Wege dorthin sind verschieden.


Und es ist an uns als professionell arbeitende klar zu kommunizieren in was wir richtig gut sind und Hilfesuchenden echt helfen können. Oder was meinst du?


Wie leicht fällt es dir die genau richtige Berufsbezeichnung zu haben?

Hast du sie schon oder findest du noch?


Schreib' mir gerne deine Gedanken dazu.

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