• Carolin Ehlers

Die Energien der anderen aufnehmen.

Für viele Lichtarbeiter + Heilkünste Anwender ist das eine große Sorge:

"Nicht den Kram der anderen aufzunehmen!!! So durchlässig wie ich bin, nehme ich all das Zeugs von anderen auf und fühle mich dann schlecht."



Wie kommt es überhaupt dazu? Warum fürchten wir es?


Ich stelle mir vor wie du hier bei mir sitzt, bei einer Tasse Tee und ich zu dir sage:


Lass uns zuallererst zurück auf Anfang gehen.

Wieso nimmt jemand wie du und ich überhaupt die Energien von anderen wahr?

Tut das nicht jeder? Fragst du vielleicht. Wenn ich mich umgucke, nein, das macht nicht jeder. Andere sind unempfänglich dafür.


Und warum nehmen du und ich die Energien nicht nur wahr, sondern sogar noch auf?


Eine Antwort darauf liegt in unserer Natur begründet: Deiner und meiner Natur.

Wir sind so gebaut. Das ist Bestandteil des Kartensets oder Pakets, in dem wir in dieses Leben gekommen sind. Nicht jeder ist so. Was auch mit gleich einer der ersten Verwirrungen ist: Warum ich und jemand anderes nicht?


Das ist gleich der 1. Sichtwechsel, den wir vornehmen können:

Statt zu schauen was jemand in einem ganz anderen Paket macht und du in dem Vergleich schlecht abschneidest;

Anerkennen: Ja, ich bin so. Das hat mir niemand beigebracht. Ich bin so geboren. Und da ich dem Leben nicht unterstelle, dass es Fehler macht, bin ich so offenbar für dieses Leben und meine Seelenvorhaben bestens ausgestattet.


Damit haben wir die 1. Hürde genommen.

Und jetzt stellt sich die nächste Frage.


Warum ist das wichtig für meine Lebensreise?

Das ist eine Frage, die sich jeder von uns nur selbst beantworten kann.

Indizien gibt es in deinem Leben dazu viele.

Wenn du sogar in Heilkünsten arbeitest (oder arbeiten möchtest), dann ist es sogar sehr offensichtlich. Du arbeitest mit atmenden, lebendigen Wunderwesen der Schöpfung.

Die in all ihrer Komplexität Hilfe bei dir suchen. Sie sind selbst hochsensibel, feinsinnig und brauchen deine hochschwingende Sensitivität, um zu erkennen was sie selbst nicht erkennen können. Um ihnen helfen zu können muss dein Apparatus, deine Wahrnehmung so durchlässig und fein sein wie möglich.


Selbst, wenn deine Arbeit eine ganz andere ist und Nichts mit Heilung zu tun hat oder du gar nicht arbeitest. Doch ich bin mir sicher, du hast mit Menschen zu tun. Stehst ihnen zur Seite. Bist für sie seelischer Trost und Rat. In deiner Präsenz bist du haltend*heilend.

Braucht es dafür nicht genau diese Gaben, die du einfach so hast?


Du bist richtig so.


Damit wir uns damit annehmen können, sehe ich so oft, dass es Heilung bedarf.

Wunden heilen dürfen und müssen.


Vielleicht hast du auch erlebt, dass deine Großherzigkeit und natürlich Fürsorge für andere sehr gerne angenommen wurde, aber nicht viel zurück kam?

Du zuhörst und zuhörst und, wenn du dich erleichtern möchtest weißt: Da ist niemand. Ich will sie nicht auch noch mit meinem Kram belasten.


Und an einem Punkt schauen wir zurück und erkennen: Ich war immer nur für andere da.

Wo blieb ich denn?

Bitterkeit, Vorwürfe, sich selbst die Schuld geben. Ein Ladung Schwere geht damit einher.

Ab dann werden wir misstrauisch, uns selbst gegenüber (und anderen).


“Wollen sie nur wieder was von mir? Wann geht es mal um mich? Ah, wieder nicht. Ich wusste es doch.”


Wir ärgern uns über uns selbst, dass wir unstoppbar für andere da sein. Auch, wenn sie es gar nicht möchten. Sich nie bedanken.

Und wir wollen es ändern, reduzieren.

Ziehen Grenzen hoch, die uns nur schmerzen, weil sie uns fern halten und isolieren.

Denn, es ist wie es ist. Uns ‘Fürsorgliche’ (Caretaker) kann man das fürsorglich sein nicht wegnehmen.


Es gilt die Sicht zu heilen, die Vorwürfe an die Vergangenheit.

Vergeben. Sich selbst und denen, die so gerne genommen haben.


Mir selbst hat es sehr geholfen, meine Fürsorglichkeit in meine Arbeit fließen zu lassen. Ganz bewusst: Ja, hier darf sie voll fließen.

Im Privatleben hilft Bewusstsein, was mache ich da eigentlich?

Und noch viel wichtiger: Und warum?


Ein großer Moment war, als ich erkannte, wenn ich schwer und ausgelaugt und völlig erledigt war von Begegnungen mit anderen und ich dachte: "Schon wieder haben ich deren Mist mitgenommen…”

Und auf einmal kam die Antwort in Form einer Frage: "Was will ich eigentlich von ihnen? Sie haben mich nicht darum gebeten, ich mache es ohne mir bewusst zu sein.

Hinterher bekomme ich mit, wenn ich ganz ko bin, dass ich es (wieder) gemacht habe. Also was will ICH von ihnen?”


Bestimmt kennst du Fragen, die mitten ins Schwarze treffen. Das war ein solcher Moment für mich.


Was will ich von den anderen?

Ich gebe diese Frage an dich weiter: Was willst du von den anderen?


Manch einer von uns erlebt, die Krankheiten und Beschwerden von anderen auf sich zu nehmen. Auch hier würde ich mich mit dir an einen für dich ganz ruhigen, sicheren Platz setzen. Und während du deine Hand auf dein Herz legst, dich fragen:

"Warum tust du das? Was möchtest du von denen wo du es tust?"


Denn du tust es nicht ständig für immer und alle. Es sind ganz bestimmte Menschen für die du das tust. Sehr oft die eigene Familie.

Deine Antwort ist dann vielleicht: "Ich möchte es von ihnen nehmen. Damit es ihnen gut geht."

"Und was willst du von ihnen?" Frage ich dich.

"Dass es ihnen endlich mal gut geht, damit es endlich mir gut gehen kann."

Vielleicht ist das auch deine Antwort oder vielleicht eine ganz andere.


Oh, ich bin mir sicher du hast dazu gute Erkenntnisse.

Und was immer du von ihnen willst, hör’ dem genau zu, schicke es nicht weg.

Wenn du weißt, was da läuft, dann kannst du bewusst damit umgehen. Wenn du es wegdrückst wird es weiter aus dem Schatten heraus agieren.



Was somit auch eine Antwort ist auf:

Wie gehe ich bestmöglich damit um?


Mit dem Fürsorglich sein, das so oft einher geht mit Hochsensibel sein:


Diese Definition habe ich kürzlich über Hochsensible gelesen:


"Hochsensible Menschen denken tief, fühlen sich instinktiv ein und verhalten sich so, dass alle davon profitieren."

(Der Autor ist mir leider unbekannt.)



Darin kann ich mich sehen. Du dich auch?

Mache ich das ständig so? Nein, ich bin nicht perfekt.

Ich bin auf dem Weg, genauso wie du und entscheide mich immer wieder, diese meine Gaben zum Wohle anderer einzusetzen. Denn dafür sind sie da.

Sie wollen und müssen geteilt werden.



So gerne würde ich dein Gesicht jetzt sehen. Ich stelle mir vor wie du darüber nachdenkst und womöglich dir ab jetzt andere Fragen stellst, wenn es um dich und die Energien der anderen geht.


Alles Liebe zu dir.

Von Herzen, Carolin


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