• Carolin Ehlers

Die Weg-Gabelung der Entscheidung.

Manchmal macht mir die Sache mit der Zeit zu schaffen.


Ich weiß, dass sie nur in unserer menschlichen Spielwiese linear ist.

Und, dass in Wahrheit alles gleichzeitig stattfindet.


Mein 3 D Gehirn ignoriert diese Tatsache gerne, weil es zu abstrakt ist und beharrt auf

der Idee, dass es EINE Vergangenheit - EINE Gegenwart - EINE Zukunft gibt.




Wenn ich dem nachgehe, dann heißt das:

Es gibt eine Handvoll Ursachen aus meiner Vergangenheit, die meine Gegenwart kreiert haben und eine Entscheidung: Mache ich A oder B - wird meine Zukunft bestimmen.


In der Weltsicht macht das automatisch nervös. Wie könnte es nicht?! Hängt doch dann alles davon ab die richtige Entscheidung zu treffen.

Doch wie soll ich als Mensch wissen was die Richtige ist? Sehe ich doch nur die Zeitlinie:

Wo ich herkomme und jetzt bin.

Und dann werden andere um Rat gefragt (die es auch nicht wissen können) - Karten befragt etc. Der innere Meeresboden der Unruhe wird aufgescheucht mit der Absicht dadurch einen Moment der Gnade zu erhalten und die Eingebung, die Sicherheit, die Garantie zu haben, dass Weg A (ode B oder C) der Beste ist.


Es brauchte viele Lebensjahre und Lerngeschenke und Reife bis ich auf die Idee kam der Wahrheit eine Chance zu geben. Denn, sobald ich ihr folge und in der Realität bin, dass alles gleichzeitig stattfindet, dann sehe ich, dass dort wo ein Großteil meines Selbst gerade ist es ganz normal ist alles gleichzeitig wahrzunehmen. Den riesigen Ozean an Möglichkeiten. Verwoben mit allem anderen. Die Frage: Welcher Weg ist besser? Stellt sich hier nicht. Denn mit einem Blick erkennen wir die Gesamtzusammenhänge und wählen.



Wenn wir dann hier in unseren menschlichen Erdstiefelchen stehen.

Auf dem Boden. Dann haben wir das nicht vergessen. Es fällt uns schwer, dass wir auf einmal nur die 4 Himmelsrichtungen sehen und EINE Zeitlinie unsere Auswahl ist.

Wir wehren uns gegen diese scheinbare Regel und wollen zurück in die Wahrheit.


Zum Schmunzeln ist: Niemand hält uns auf.

Es ist als, ob wir in einem verabredeten Spiel sind und wir uns ein Meerjungfrauenkostüm zum Spaß angezogen haben. Dieses Kostüm beinhaltet, dass unsere Beine fest in einem Fischschwanz stecken. Wir erinnern uns, dass wir eigentlich Beine haben und laufen, hüpfen, tanzen können. Und wir zappeln in dem Kostüm herum. Kämpfen, streiten, verzweifeln.

Statt es einfach abzustreifen.




Für die Sache mit der Zeit heißt das:

Über die Begrenzung des Gehirns hinausgehen, denn es ist nur ein Rahmen und kein Gefängnis ohne Ausgang. Und damit die Konditionierung: Wie es alle anderen machen - abstreifen. (Es bekommt ja keiner mit, da es nur in dir stattfindet und ist somit sicher und ohne Nachteile.)


Und jetzt kommt's:

Das Leben in seiner allumfassenden Intelligenz hat uns in unsere irdische Erfahrung eine 'Landkarte' eingebaut.


Die 'Karte' - the Map - ist eine Metapher, also im übertragenen Sinne zu verstehen.

Denn sie hat nichts mit unseren Strassen-und Landkarten zu tun.


Unsere spirituelle, unsichtbare, innere Landkarte = eine Orientierung, die uns den aktuellen Standpunkt unserer Energie zeigt. Sonst nichts.


Sie funktioniert nur, wenn du an einer Weggabelung stehst.



Sie gibt nur eine Richtung an, wenn man sich auf der eigenen Lebensreise an einer Kreuzung befindet.

Gehe ich besser nach links oder rechts?

Entscheide ich mich für a oder b?


Hier an der Weggabelung der Entscheidung wirst du den Download der inneren Führung erhalten. Immer.


Steht keine Entscheidung an meldet die innere Orientierung genau das:

Nichts.



Just keep walking!

Und mach' dir keine Gedanken was du an der nächsten Lebensweg-Gabelung tun wirst.

P.S.: Von der du noch nicht mal weißt, wann sie auftauchen wird.

Genieße den Weg.



Die Herausforderung ist:

In unserm Menschsein und der darin tief eingeprägten Angst ums Überleben sehnen wir uns nach einer Lebens-Landkarte, die uns genau sagt wohin wir am Besten / am Sichersten gehen. Um sowenig Unsicherheit wie möglich zu erleben und um nichts zu bereuen: Keine Fehler zu machen. Wir wollen genau wissen, was uns erwartet, damit wir es jetzt schon kontrollieren können.


Wir konstruieren unsere eigenen Ziele, von denen wir denken dass das Leben, der Spirit uns dort hinbringen wird.

Das ist oft ein großes Missverständnis.

Aus Lebenssicht sind alle Wege einer.

Wenn wir im Vorfeld meinen zu wissen wo es hingehen soll, dann bleiben wir oft auf unserer eigenen Straße stecken.

Wir erlauben unserem Spirit nicht uns auf die Strasse zu bringen wo unsere bestmögliche Zukunft stattfindet.

Und dann haben wir den Eindruck: 'Da oben (und schauen gen Himmel) ist niemand zu Hause.' (bzw. die schlafen wohl.)


Das ist ein Klassiker, wenn es darum geht wie die eigene menschliche Sichtweise den eigenen spirituellen Möglichkeiten im Wege steht.



Und es scheint, als ob es eine weitere Variante ist von dem Spiel, in dem wir mitspielen:

Unser menschliches Selbst mit unserem göttlichen Selbst gemeinsam zu erleben.

Und nicht getrennt von einander.


Was für ein Abenteuer!




Inspiriert von 'Kryon - Lifting the veil: The new energy apocalypse'

(Buch Tipp!!!)

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