• Carolin Ehlers

In der eigenen Mitte sein.

  1. Was ist die eigene Mitte überhaupt?

  2. Warum fallen wir aus ihr?

  3. Was kann ich tun, um in ihr zu sein?



1. Bestimmt kennst du Menschen über die du sagst:

"Sie*Er ist immer so schön bei sich."

"Er*Sie ruht in sich."

"Du bist der Fels in der Brandung."


Wir erkennen leicht, wenn jemand in der eigenen Mitte ist.


Genauso erkennen wir, wenn wir es nicht sind:

"Ich steh' so neben mir."

"Ich bin nur am funktionieren. Wie abgeschaltet."

"Ich krieg' mich selbst gar nicht mehr mit. Bin nur bei den anderen."


Oft erkennen wir, dass wir aus ihr - unserer Mitte - gepurzelt sind, weil wir ihre Abwesenheit spüren und sie schmerzlich vermissen.


2. Warum machen wir das überhaupt?

Die Dualität mal beiseite geschoben. Was meint wo es jeden Seins-Zustand immer als Paar gibt: Also gibt es hell gibt es das Gegenteil dunkel. Gibt es In der Mitte sein - gibt es das Pendant dazu: Nicht in der Mitte sein.


Als Feinfühlige sind wir weit offen für die Einflüsse unserer Umgebung. Wir sind extra durchlässig, weil wir ja in der Wahrheit sein wollen: Eins zu sein mit Allem-Was-Ist.

Und da es nur Auf oder Zu geht. Sind wir Auf und das heißt weniger Filter und die ganze Bandbreite an um uns herumschwirrenden Energien wird wahrgenommen.


Als Heiler-Persönlichkeit wollen wir sofort eingreifen und das was unrund, aus der Balance ist - heile machen.


Also gehen wir aus unserer Mitte - hinüber zu 'wem auch immer' - weg von uns.

Das kann man Helfersyndrom nennen (es nicht aushalten, wenn es anderen 'schlecht' geht).

Schlussendlich ist es ein Missverständnis, denn wir können nicht auf die Welt um uns herum einwirken gemäß den Vorlieben oder Abneigungen, die wir in unseren Glaubenssystemen tragen.

Das macht müde, missmutig, unerfüllt und ähnliche Schwingungslagen.

Diese Tendenz möchte zuerst wahrgenommen - akzeptiert und angenommen werden. Und dann fest an die innere Hand genommen werden.

Denn erst dann können wir sie bewusst mitbekommen und dirigieren.


3. Was kann ich tun, um in meiner Mitte zu sein?


Zuallererst die Intention, die Entscheidung treffen.

Es wirklich zu wollen und dann dafür zu gehen.


Und dann: Erkennen bin ich meiner Mitte oder Bubble?

Beides fühlt sich sehr 'bei sich' an doch sind es himmelweite Unterschiede.


In der Bubble ist man mit sich beschäftigt. Sehr abgetaucht. Andere spielen kaum, keine oder nur oberflächlich eine Rolle. "Nur, wenn ich sie brauche."

Wenn jemand sehr zurückgezogen lebt, keine innigen Beziehungen hat und sich der Hauptfokus um die eigene Gedankenwelt dreht. Nur das Nötigste wird gemacht, man spielt nicht oder kaum mit im Spiel des Lebens.

Es ist ein trauriger, einsamer Zustand.


Man kann es sich heute mit online shopping, online streaming etc. bequem in der Bubble einrichten doch glücklich ist man dort nicht.


In unserer Mitte sind wir:


  • anwesend (statt abwesend wie in der Bubble)

  • nichts 'trifft uns aus heiterem Himmel' - wir sind connected, bewusst

  • wir bekommen mit was um uns herum los ist, beobachtend, mitfühlend

  • wir sind offen für Impulse wo wir hilfreich sein oder unterstützen können

  • wir sind 'fully on' - aktive Spieler in unserem Umfeld

  • wir sorgen gut für uns und sind genauso für andere da

  • wir wissen klar 'das ist meins' und 'das ist deins.'


... ich denke der Unterschied ist dir klar.


Wenn du ein Dauerbewohner der Bubble geworden bist (Bravo, dass du den Mut hast, dass anzuerkennen!), dann gibt es wie immer gute (unbewusste) Gründe und Vorteile davon.

Das kannst du dir gut in Einzelsitzungen anschauen.


Und jetzt wo du ja weißt, dass Bubble nicht gleich Mitte ist - kannst du dich auf den Weg dorthin machen und wirst immer mehr in ihr landen.


2. Um in unserer Mitte zu sein müssen wir uns sicher fühlen.

Das heißt es ist an uns ein Umfeld zu schaffen, in dem wir uns öffnen können.

Das fängt in unserem Zuhause an und hört bei unserer Lebensführung auf. Also die gesamte Bandbreite.

Du hast verstanden, dass ALLES Energie ist und Energie speichert Energie, das ist ihre Natur. Somit trägt jeder Gegenstand Informationen (Energien) in sich.


Je mehr Unordnung, je mehr Chaos, je mehr Unnötiges in deinem Zuhause, Auto, Büro,

Kühlschrank etc. unterwegs ist, desto mehr wird es dein feines Nervensystem belasten und kann dafür sorgen, dass du nicht in deiner Mitte bist.


Genauso dein Terminkalender. Keine Störungen, die uns aus der Mitte bringen!

Das meint z.B. statt unnötiges Hin-und Her Gerenne/Gefahre. "Hier noch schnell dies. Hier noch schnell das." - was immer nur Stress nach sich zieht.

Sich Ordnung und Struktur angewöhnen.

Und es gibt Tage, da geht mehr. Und es gibt Tage, da ist schon ins Internet schauen zu viel.



3. Bereite dich vor.


Sehr oft wissen wir, wem wir begegnen werden. Wir sind telefonisch, über Zoom oder persönlich verabredet.

Wenn du weißt, dass ein für dich herausfordernder Mensch wartet, dann ist es gut dich vorzubereiten. Angenommen die Person beschwert sich gerne und hinterher bist du davon immer genervt. Wie wäre es, wenn du aktiv etwas anbietest und mit der Person interagierst statt reagierst? Kannst du sie davon abhalten, dass sie jammert? Nein. Doch du kannst andere Themen aktiv vorgeben. Und das kannst du dir vorher schon überlegen.



4. Meditation.

Natürlich. Meditieren ist den ewigen Gedankenstrom sein zu lassen - wie Wolken am Himmel - und einfach nur zu sein.

Was der Rein-Zustand von in der eigenen Mitte sein ist.


Für die eigene Mitte sind Meditationen, die einem helfen im Herzen zu sein und sich zu erden hervorragend.



Ich wünsche dir viel Freude beim

immer mehr in deiner Mitte sein. Denn dort ist es am Schönsten.


Ich muss gerade an eine Freundin von mir denken, die dann gerne aufmunternd sagt: "You got this, girl!" (Und boy natürlich auch.)


Eine Umarmung von Herzen zu dir,

Carolin




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