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Wechseljahre - was sie offenbaren, wenn wir dahinter schauen.

  • 5. Mai
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Mai

Bei einer Geburt sind die Schmerzen Begleiterscheinung von einem neuen Leben, das in die Welt kommt.

Was, wenn die Beschwerden der Wechseljahre ähnlich sind - Ausdruck von etwas Neuem, das allmählich in dir Einzug hält?


Frau in einem Strudel aus Licht und Farbe - Symbol für die Energie der Öffnungs-Jahre


Nachdenklich bleibe ich noch eine Weile sitzen, nachdem Sandra (lass' sie uns so nennen) den Zoom-Raum verlassen hat.

Sie kam wegen der Knie. Und wegen der Nächte. Und wegen dieser diffusen Schwere, die wie eine Decke über ihr liegt.


Zu Beginn der Sitzung erzählt sie wie verzweifelt und genervt sie ist von dem, was ihr Körper gerade mit ihr macht. Von dem Abbau, den sie körperlich wie innerlich erlebt.

Wie betrogen sie sich fühlt. Vom Leben. Von ihrem Körper.

Das große Warum?! "Wer hat sich diesen Mist ausgedacht?" - schwingt unterschwellig in jedem ihrer Sätze mit.


Und ich denke an die vielen Frauen, die ich über die Jahre in dieser besonderen Zeit begleitet habe. Geteilt haben sich alle eins: Die Symptome. Manchmal mehr davon, manchmal weniger.


Gelenkschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen. Schwitzen. Wenig Energie. Nicht durchschlafen können. Das Kopfkino nachts. Mehr schwere Gedanken und Sorgen. "Ich war nie in meinem Leben depressiv, doch jetzt fürchte ich fast, dass ich es bin."


Sie sind in Krise. Haben sich bisher alleine damit durchgeschlagen, es ausgehalten, Supplements genommen. Die mehr oder weniger hilfreiche Sicht der Frauenärztin dazu gehört. Sich bemüht damit zu leben, es zu ignorieren, so gut es geht.

Doch nun ist das Unwohlsein so laut geworden, dass "Ich hinschauen muss."


Denn bislang haben sie es vermieden. Sie wollten damit nichts zu tun haben.

Am Liebsten möchte Frau so weiterleben wie bisher und nicht belästigt werden von

all dem.

“Kann Körper nicht einfach sein Ding machen…?!” - sagt sie traurig.



Frau steht allein in einer weiten rosa Landschaft - Symbol für innere Stille und Neuausrichtung

Und dann verlassen wir die Gesprächsebene der Beschwerden, der Erschöpfung, des Widerstands und tauchen mit unserem Bewusstsein in einen Raum, in dem mehr sichtbar wird.


Wir verlassen die Dichte der Materie und tauchen in Energiefelder.

Hier können wir jenseits der lauten Form, jenseits des Scheins, jenseits der Oberfläche wahrnehmen.


Als ob wir auf einer Wolke säßen und von dort hineinschauen in das, was gerade in Sandra geschieht.


Wir schauen auf diese, ihre Lebensphase - die ‘Wechseljahre’.

Von hier aus sehen sie ganz anders aus, sie sind in Licht getaucht.

Nicht, dass wir uns missverstehen: Sandras gesamte Lebensgeschichte ist in Licht getaucht - wie sollte es anders sein. Und doch, diese Phase hat einen eigenen Schimmer. Etwas, das sich von allem anderen unterscheidet.


Wir schauen auf ihre Zeitlinie. Und da fällt mir etwas auf.

Es hat schon einmal so geleuchtet.

Damals, in den Jahren, in denen sie vom Kind zur Jugendlichen wurde.

Die Pubertät.


Zwei Phasen im Leben einer Frau, die extra leuchten. Die damals. Die heute.


Und da beginnt der Schimmer, das ihre Jetzt-Zeit umhüllt, zu sprechen und tritt

hervor als eigenes Energiewesen:


Spirituelles Gemälde einer Frau im warmen Licht - die Stimme der Wechseljahre als Energiewesen

„Du nennst mich Wechseljahre.

Und das ist in Ordnung.

Doch vielleicht findet du ein noch passenderes Wort für mich.


Ich bringe mehr als einen Wechsel.

Ich bin eine Öffnung.


Ich komme leise.

Und ich bleibe.


Nein, du hast mich nicht gerufen.

Ich bin gekommen, weil es Zeit ist.


Ich komme nicht, um dir etwas zu nehmen.

Auch, wenn es sich manchmal so anfühlt.


Ich komme, um dich zu weiten.

Schicht für Schicht. Dort, wo du dich eng gemacht hast.

Aus Gewohnheit. Aus Verantwortung. Aus Stärke.


Ich arbeite durch deinen Körper, weil er dich nicht belügt.


Ich verändere deinen Rhythmus.

Deinen Schlaf. Deine Temperatur. Dein Empfinden.


Das ist nicht gegen dich. Sondern für deine Bewegung. Für dein Öffnen.


Ich erhitze, was starr geworden ist. Ich löse, was du gehalten hast. Ich mache sichtbar, was im Hintergrund war.


Du nennst es Beschwerden.

Gemälde einer Frau in goldener Energie - Symbol für die Kraft der weiblichen Öffnung

Ich nenne es Öffnung.


Ich verschiebe deine Energie.

Weg von dem, was Leben im Außen hervorbringt,

hin zu dem, was Leben in dir trägt.


Du spürst das als Müdigkeit.

Als Unruhe.

Als Schwere.


Das ist dein System, das sich neu ordnet.

Ich nehme dir nichts,

was wirklich zu dir gehört.


Ich nehme dir nur das Gefühl,

dass alles so bleiben kann.


Ich öffne dein Feld. Weiter, über dein persönliches Leben hinaus. Weiter, als deine bisherigen Rollen.


Dein Herz beginnt anders zu hören. Es fragt nach dem 'Wir', statt nur dem 'Ich'.

Gedanken kommen zu dir, die nicht mehr nur um dich kreisen.

Ein Ruf. Noch leise. Doch er wird immer lauter.


Ich bin die Hüterin dieser Schwelle.


Du kannst mich übergehen.Du kannst dich gegen mich stellen.



Frau hält eine Uhr vor ihr Gesicht am Meer - Zeit der Verwandlung und des Loslassens

Doch ich bleibe.

Für die Zeit, die wir verabredet sind.


Ich bin Raum.

Raum für mehr von dir.


Wenn du aufhörst,

gegen mich zu arbeiten,

wenn du beginnst,

mir zuzuhören,


wirst du spüren:

Ich trage dich.


Langsamer, als dein bisheriges Ich möchte. Weiter, als du dir vorstellen kannst.


In dir unbekanntes Land, das doch deins ist und nur von dir bewohnt werden kann.


Ich bin dein Übergang in eine tiefere und erweiterte Form von dir.“




Und dann ist sie wieder verschwunden. Was nachhallt ist ihre Liebe, die in jedem ihrer Worte mitschwang.


Von hier oben, auf unserer Wolke sitzend, sehen wir wie atemberaubend, wunderschön das ist, was in Sandra auf jeder Ebene geschieht. Und die Gefühls-Achterbahnen und

Gefühls-Schwere, erstrahlen in in völlig anderem Licht.


Und während wir ihr Jetzt bestaunen, wandert der Blick zurück.

Zu einer anderen Phase. Die auch schon einmal so geleuchtet hat.

Ihre Pubertät. Ihre ‘Wechsel-Jahre’ von damals.


Körper, Geist, ihr ganzes Wesen hat damals die Schritte genommen - vom Kind hin zur Jugendlichen. Auf körperlicher Ebene gab es Wachstumsschübe, bei denen die Gliedmaßen aus der Reihe tanzten. Hier zu lang, dort zu kurz.

Die Proportionen waren im Werden. Ihre Eltern würden sagen, dass sie in dieser Zeit mit Vorsicht zu genießen war. Launenhaftigkeit, Selbstzweifel - das ganze Spektrum an Auf-und Ab war möglich. Die Hormone veränderten sich. Der Körper auch - durch und durch.

Und der Geist? Auf einmal dachten wir anders, was sich zeigte in: Unsere Interessen waren anders.


Als Kind wussten wir, dass diese Phase kommt. Meist machte man sich keine großen Gedanken darüber. Die anderen machten mehr Gewese darum. Man selbst lief einfach mit. Mitten hinein in sie, die -


Und jetzt: Ha.

Jetzt haben wir das passendere Wort gefunden. Öffnungs-Jahre.

In der Pubertät lief man mitten hinein in sie, die Öffnungs-Jahre.

Damals. Wie heute.

Und wenn wir es so sehen - sind wir eingeladen, es mit derselben Gelassenheit zu erleben. Wir können von uns selbst von damals inspiriert sein.

Und das im Tandem mit unserem heutigen Bewusstsein:


Bereitwillig zuhören, statt aushalten.

Statt "So habe ich es immer gemacht" sich freundlich zugewandt sein: Was braucht es gerade? Was bietet mir der Spirit der Öffnung gerade an? Wo mache ich mich eng - statt weit? Worum bittet mich Körper?

Zuhören. Zuhören. Und mitgehen.


Schon bist du ein Team mit dir. Und es atmet in dir durch.

Welch eine Erleichterung, jetzt, wo du verstehst, was geschieht. Dass du in einer Erfahrung bist, die deine Energie neu verteilt. Dass neue Gedanken auf dich warten, Inspirationen, die du wirklich leben kannst, wenn du es wählst. Dass deine Verbindung zur Quelle, deine Spiritualität, sich weiter entfalten darf.


Alles in dir öffnet sich, wie eine Blume, deren Blütenblätter sich der Sonne entgegenstrecken.

Und wir staunen, was Körper-Geist und Spirit da alles vollbringt. Dass es hier und da zieht und ruckelt - wie sollte es nicht? Es geschieht Gewaltiges.


Der Spirit deiner Öffnung lächelt uns warm zu.

Was für eine missverstandene Zeit.


Und wir gleiten zurück aus unserer Wolkenperspektive. Öffnen die Augen.


Sandras Blick ist ein anderer als zu Beginn.


Halb hier, halb noch woanders, sagt sie: "Was, wenn das, was kommt soviel Reiches bereit hält, was ich mir noch gar nicht vorstellen kann? Dass es fruchtbare Jahre sind im größeren Sinne."


"In der Pubertät," fährt sie fort, "konnte ich es kaum erwarten, endlich groß zu werden und all das machen zu können wofür ich jetzt noch zu klein war. Was, wenn es jetzt genauso ist? Ich in den letzten Jahren von Erfahrungen geträumt habe für die ich noch nicht geöffnet genug war und die jetzt kommen können."


Ihr ganzes Energiefeld summt. Es ist wunderschön dem beizuwohnen wie das, was Sandra feinstofflich erlebt hat, sich vor meinen Augen in ihr verkörpert und integriert.

Die Verbindung zwischen ihr und dem Spirit der Öffnung ist vollbracht. Und ich sehe sie schon wie sie miteinander kommunizieren. Sie eine lebendige Beziehung miteinander haben.


"Für mich, mit mir, in dem inneren Land, das meins ist und nur von mir bewohnt werden kann."

Den Satz, den der Spirit der Öffnung zuvor sprach, schrieb Sandra sich auf.

Und dann ging sie und ich saß noch eine Weile alleine im Zoom-Raum.


Was für eine Reise das ist, die für Frau von der Natur aus vorgesehen ist.


Was als Beschwerden erlebt wird, ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem so viel Größeren, das vonstatten geht.


Gewidmet ist dieser Text allen Frauen, zu deren Lebensplan gehört das Alter zu erreichen, indem diese Phase erlebt werden darf. Mit allen Segnungen und Herausforderungen, die damit einhergehen.


Ich wünsche dir, freudvolles gleiten auf den Wellen deiner Öffnungs-Jahre -

für dich, die du gerade in dieser Erfahrung bist.


Vorfreude -

für dich, auf die sie zukommt.


Und Neugier und Milde und Erkennen -

für dich, die auf sie zurückblickt.


Im besten Sinne, lass uns die Reise genießen, so gut es geht mit allem

was dazu gehört und eben auch dieser fabulösen Öffnung.


Und immer wieder hinter den Vorhang blicken, jenseits der Beschwerden, und staunen was da gerade Großes geschieht.



Und, weil wir mit nichts jemals alleine sind gibt es auch für Diese Zeit, Helfer Freunde aus der Kristall & Pflanzenwelt



Blauer Chalcedon neben Kerzen - Heilstein als Begleiter in den Wechseljahren

Der blaue Chalcedon ist einer von ihnen.


Er trägt die Farbe der Engelsgeduld.


Und genau das bringt er mit:

Die Fähigkeit, über Kleinigkeiten hinwegzusehen.

Stress loszulassen.

Den Blick zu weiten, wenn das Tagesgeschehen zu nah rückt.


Er schützt vor Schwermut und Stimmungsschwankungen und gilt als besonderer Begleiter in den Wechseljahren, besonders bei Hitzewallungen.


Am Besten, nahe am Körper getragen.




Aus der Pflanzenwelt:

Muskelkatersalbei (Clary Sage)


Muskatellersalbei als ätherisches Öl - pflanzliche Unterstützung in den Wechseljahren

Als ätherisches Öl geschätzt seit Langem für seine tiefe Wirkung auf Muskeln, Nerven und das innere Gleichgewicht.


Er entspannt, was sich verkrampft hat.


Er wirkt ausgleichend auf die Hormone, lindert Hitzewallungen und Nachtschweiß, hebt die Stimmung an.


Ein paar Tropfen im Diffusor,

verdünnt im Massageöl, oder als Badezusatz und der Körper bekommt, was er gerade braucht:


Unterstützung. Wärme. Entspannung.






Alles Liebe zu dir,

Carolin

2 Kommentare


Unknown member
05. Mai

Wunderschön. So unfassbar wunderschön. Inspirierend. Mit großer Dankbarkeit, Herzensgrüße an Dich, liebe Carolin, Veronika 🌸

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Unknown member
07. Mai
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Veronika - ich danke dir für deine lieben Worte🤗. Alles Liebe zu dir, Carolin

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